| Ein Schwebestativ (SteadyCam) im Selbstbau |
Bild 2
1. Versuch (weiter zum nächsten Versuch)
Zunächst begann ich die bewegte Kamera mittels eines Einbeinstativs zu führen. Bei voll
ausgefahrenem Standbein war das schon mal ein großer Fortschritt, denn die Nick- und seitlichen
Kippbewegungen reduzierten sich auf Anhieb erheblich. Es blieb aber das horizontale Verwackeln
nahezu unverändert. Also musste die Z-Achse noch mit einer Trägheitsmasse versehen werden.
Eine waagrechte Stange mit einem Gewicht am Ende sollte diesen Effekt ermöglichen. Die Stange musste aber klappbar sein, sonst wäre das Stativ zu sperrig geworden. Also klemmte ich direkt unter dem Stativkopf zwei halbkreisförmig ausgefeilte Holzklötze an das Stativ und zweckentfremdete einen ehemaligen Kinder-Skistock als klappbaren Stab, an dessen Ende ich ein Bleigewicht festschraubte (siehe Bilder 1 und 2)
Damit die Stabilisierungsstange in hochgeklapptem Zustand waagrecht stehen bleiben konnte, brachte ich eine Längsnut außen am (im Bild) rechten Holzklotz an und schraubte das Ganze unter Verwendung einer dickeren Filzscheibe so fest, dass sich die Stange in der waagrechten Stellung in die Nut legte. Das sah zwar reichlich komisch aus, funktionierte aber über Jahre einwandfrei. Man konnte die Stange mit dem Zusatzgewicht ganz leicht hoch- und wieder herunterklappen, in der waagrechten Stellung rastete sie ein.
Meine Erfahrungen mit diesem modifizierten Einbeinstativ:
Eine Konkurrenz für das echte 'SteadyCam' war diese Konstruktion natürlich noch nicht...